Zelte

Was Sie schon immer fragen wollten und wir auch beantworten können.

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Ist ein Kuppelzelt praktischer als ein Tunnelzelt?

Tja, was heißt praktischer? Waren Sie schon mal in Paris im Bois de Boulogne zelten? Dort ist es zu eng für Abspannleinen und der Boden so verdichtet, dass sie nur mit einem Kuppelzelt eine Chance haben.
Diese sind selbsttragend, brauchen wenige Heringe und eignen sich deshalb besonders für problematischen Untergrund. Mit ihren zwei oder drei Stangen sind sie einfach und schnell auf- und abzubauen. Das Raumangebot ist im Verhältnis zur Grundfläche recht gut. Insgesamt gelten Kuppelzelte als die besser belüftete Zeltform im direkten Vergleich zu Tunnelzelten (besseres Raumklima, weniger Kondenswasser).
Geodätische Kuppelzelte haben in der Regel drei bis vier Stangen, die sich mehrfach kreuzen und dadurch sehr windstabil stehen und
mehr Bewegungsfreiheit im Innenraum bieten. Allerdings werden Sie beim Aufbau etwas mehr Zeit brauchen. Ein Tunnelzelt bietet Ihnen das beste
Raumangebot im Verhältnis zur Grundfläche und ist aufgrund der parallel laufenden Stangen einfach in der Handhabung. Ein Tunnel ist sehr windschnittig, wenn Sie das Zelt in Windrichtung aufbauen ist die Angriffsfläche dann sehr klein. Sie brauchen aber auf jeden Fall mehr Heringe und den entsprechenden Untergrund zum Abspannen. Die Hybridform als Mischform von Tunnel- und Kuppelzelten versucht die Vorteile beider Formen zu vereinen.

Was ist das Besondere am Familienzelt?

Familienzelte stellen keine eigene Zeltform dar, Sie brauchen auch keine Familie gründen, um sie zu nutzen. Es gibt sie in allen erwähnten Formen in unserem Laden. Sie bieten durch ihre Größe, oftmals mit überdachtem Aufenthaltsraum und meist zwei separaten Innenzelten Platz für eine Kleingruppe
oder eben Ihre ganze Familie.

Gestänge innen oder außen liegend – was bedeutet das?

Bei einem außen liegenden Gestänge bauen Sie Ihr Außenzelt zuerst auf, das Innenzelt wird dann eingehängt. Sie können natürlich auch beides zusammen lassen und in einem Arbeitsgang aufstellen. Bei Regen wird bei dieser Bauart das Innenzelt trocken im Schutz des Außenzeltes auf und abgebaut. Für warme, regen arme Gebiete empfehlen wir Ihnen ein Zelt mit innen liegendem Gestänge. Sie bauen zunächst das Innenzelt auf und spannen danach das Außenzelt darüber. Ihr Plus: Sie können das luftige Innenzelt alleine benutzen und vielleicht durch ein Moskitonetz die Sterne betrachten…

Welches Zeltmaterial ist das Beste?

Für das Außenzelt ist Polyamid (Nylon) das Material mit der besten Reiß- und Scheuerfestigkeit im Verhältnis zum Gewicht. Da sich der Stoff bei Nässe leicht dehnt, kann es nötig werden, das Zelt bei Regen nachzuspannen. Die UV-Beständigkeit des Nylons erhöht sich durch eine Silikonbeschichtung deutlich – die Firma Hilleberg erreicht bei ihrem Kerlon (Nylon)-Geweben außerdem durch Zusätze im Fadenherstellungsprozess und bei der Einfärbung des Materials eine sehr hohe UV-Resistenz. Polyester überzeugt durch seine geringe Dehnung bei Nässe und die hohe UVResistenz bereits im unbeschichteten Zustand. Es ist allerdings schwerer als Nylon und nicht ganz so reiß- und scheuerfest. Baumwollmischgewebe ist zwar das Schwergewicht unter den Zeltstoffen, bietet Ihnen allerdings ein angenehmes Innenklima und hat eine hohe UV-Resistenz.
Es ist i.d.R. außen Wasser abweisend beschichtet, quillt bei Starkregen auf und ist nach kurzer Zeit wasserdicht. Für das Innenzelt wird häufig Nylon verwendet. Nylon vereint in sich geringes Gewicht, hohe Stabilität und gute Wasserdampfdurchlässigkeit. Das macht es zum geeignetsten Material für Innenzelte. Für einen guten Luftaustausch verwenden die Hersteller auch Moskitogaze im Eingang oder in Teilen des Innenzeltes. Auch für den Boden wird aus Stabilitätsgründen zumeist Nylon verwendet.

Was bedeutet Wassersäule?

Bespannen Sie einen zylindrischen Hohlkörper unten mit Zeltstoff und füllen Sie von oben Wasser ein: die erreichte Füllhöhe, bei der der Stoff noch dicht ist, benennt den Wassersäulenwert in Millimetern.

Wann verfalle ich demWassersäulenwahn?

Laut DIN sind Gewebe wasserdicht, die eine Wassersäule von mehr als 1.300 mm aufweisen. In der Praxis allerdings reicht dieser Wert nicht aus, da er z. B. den Zeitfaktor (Alterung) nicht berücksichtigt. Aber mehr als dicht muss Ihr Zelt ja nicht sein. Als Richtwert gelten für das Außenzelt >3.000 mm und für den Boden >5.000 mm. Dass eine hohe Wassersäule nicht das einzige Kriterium ist, wird bei der Polyurethan-Beschichtung (PU) deutlich. PU ist eine hochwertige Beschichtung, die oft in mehreren Lagen aufgetragen wird. Allerdings senkt die Beschichtung die Reißfestigkeit des Gewebes. Was nutzt Ihnen eine Wassersäule von 30.000 mm, wenn das Gewebe nicht mehr reißfest ist?
Während für Innenzelte unbeschichtete Stoffe verarbeitet werden, müssen Außenzelt und Boden wasserdicht beschichtet werden. Für Zeltböden ist PU die erste Wahl, denn die Scheuerfestigkeit wird nicht beeinträchtigt. Silikonbeschichtungen sind die aufwändigsten und teuersten Beschichtungen und haben sich besonders in der Kombination mit hochwertigen Nylongeweben bei Außenzelten bewährt. Sie haben keinen negativen Einfluss auf die Reißfestigkeit, erhöhen die UV-Resistenz, werden beidseitig aufgetragen, und das Wasser perlt hervorragend ab. Hochwertige Silikonbeschichtungenhaben konstruktionsbedingt keine so hohe Wassersäule wie PU-Beschichtungen. 3.000 mm gelten hier als die qualitative Spitze.

Brauche ich trotz Beschichtung abgetapte Nähte?

Nein. Eine aufgeschweißte Nahtversiegelung ist zwar anfangs nett, aber unter Spannung und mit dem Alter löst sie sich vor allem an den neuralgischen Nahtkreuzungen und Endstellen ab. Auf Silikon beschichteten Stoffen hält zudem meistens keine Bandversiegelung.