Outdoorküche

Was Sie schon immer fragen wollten und wir auch beantworten können.

Welcher Kocher passt zu mir?

outdoorkuecheDen Allround-Kocher für alle Spezialgebiete gibt es leider nicht: Bei Trekkingtouren „abseits“ der Zivilisation sind geringes Gewicht, hohe Zuverlässigkeit und Brennleistung gefragt, ein Gas-, Benzin- oder Petroleumkocher sollten hier Ihre erste Wahl sein. Sind Sie Alpinist und wollen wenig Gewicht und einfache Handhabung, greifen Sie zu einem leichten Hochleistungs-Gaskocher. Ohne spezielle Anforderungen, etwa bei Wander- und Radtouren, steht Ihnen das gesamte Sortiment zur Verfügung.

Warum gibt es verschiedene Brennstoffe?

Da mittlerweile generell jegliche Brennstoffe zum Transport im Flugzeug verboten sind und es nicht in allen Ländern alle Brennstoffe gibt oder sie nur schwierig zu bekommen sind, spielt bei der Wahl Ihres Kochers der Brennstoff eine besonders wichtige Rolle. Bei uns finden Sie Kocher für den Betrieb mit Gaskartuschen, Spiritus und Benzinkocher, sowie Multifuel-Geräte. Listen über die Verfügbarkeit der üblichen Gaskartuschen finden sie unter www.campingaz.com oder www.primus.se. Ventilkartuschen für das Camping Gas CVSystem findet man i.d.R. im mediterranen Raum recht gut. Lindalkartusche (Primus, Optimus, Edelrid usw.) findet man normalerweise gut in deutschsprachigen, englischsprachigen und skandinavischen Ländern. Beachten Sie, dass es oft nur Verkaufsstellen in großen Städten gibt. Spiritus finden Sie flächendeckend in Mitteleuropa und Skandinavien, in Nordamerika nur im Outdoor-Fachhandel. Ansonsten müssen Sie suchen, z.B. gibt es ihn in Slowenien nur günstig in Farbengeschäften oder teuer als Reinalkohol zu kaufen. Auch medizinischer Alkohol aus Apotheken brennt. Benzin und Petroleum ist global flächendeckend erhältlich, generell empfehlen wir Ihnen gerucharmes, additivfreies Reinbenzin.

Wie viel Kartuschen oder Brennstoff brauche ich für zwei Wochen?

Eine Pauschalaussage lässt sich leider nicht treffen. Als Faustregel für Gas gilt: Eine 200 g Gaskartusche reicht bei Sommerwetter für zwei Personen ca. zwei Wochen, wenn Sie sich morgens und mittags je einen 0,2 l Becher Heißgetränk gönnen. Alternativ brauchen sie ca. 400 ml Benzin oder 1 Liter Spiritus. Umfasst der Speiseplan auch warme Mahlzeiten, sollte es deutlich mehr Brennstoff sein. Der Verbrauch ist immer von diversen Faktoren abhängig: z.B. Kocher, Luftdruck, Außentemperatur, Brennstoffqualität, Qualität und Material der Töpfe (Wärmeleitfähigkeit) und Windschutz. Sammeln Sie am besten auf kürzeren Touren, bei denen einige Gramm Brennstoff zuviel kein entscheidender Nachteil sind, Erfahrungen mit dem eigenen Equipment.

Wie soll ich mich zwischen den Kochern und Brennstoffen entscheiden?

Ein wenig hängt es von Ihren Vorlieben ab: Ein Gaskocher lässt sich einfach und zuverlässig bedienen und gut regulieren. Je mehr Löcher im Brennerkopf sind, desto höher sind Leistung und damit auch Gasverbrauch. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt schwächeln die Kocher je nach Gasmischung wenig bis stark. Geräte für Stechkartuschen sind weit verbreitet und erfüllen ihren Zweck, wenn Ihnen große Heizleistung und geringes Packmaß unwichtig sind. Ventilkartuschengeräte leisten fast immer mehr, lassen sich von der Kartusche trennen und somit Platz sparend verpacken. Bei Gaskochern mit Schlauchverbindung zur Kartusche und leistungsfähigem Generator können Sie bei extremen Bedingungen das Gas auch flüssig zuführen (Kartusche umdrehen), was die Leistung deutlich erhöht. Spirituskocher sind leise, zuverlässig, unkompliziert und wartungsfrei zu bedienen – sie haben einen Namen: TRANGIA®. Die weltbekannte Spiritusküche aus dem hohen Norden ist ein exakt abgestimmtes System aus Brenner, Töpfen und Windschutz, die kompakt ineinander verstaut werden können. Anstelle des Spiritusbrenners kann auch ein spezieller Gasbrenner zum Betrieb mit Ventilkartuschen eingesetzt werden. Wenn Ihnen kleinere Schraub- und Wartungsarbeiten leicht von der Hand gehen, Sie vor Benzingeruch nicht zurückzucken, und das Zischen der Flamme Musik in Ihren Ohren ist, greifen Sie zu einem Benzin-/ Petroleumkocher. Diese haben eine hervorragende Heizleistung, sind deshalb sehr schnell und recht sparsam. Den höchsten Heizwert und die sauberste Verbrennung erreichen sie mit gereinigtem Benzin. Wenn der Kocher auch Petroleum verbrennt, sind Sie in der Brennstoffbeschaffung höchst flexibel, müssen aber mit Spiritus oder Anzündpaste vorheizen, da Petroleum schwer entflammbar ist. Einen Multifuel-Kocher können Sie ohne aufwändige Umrüstprozedur wahlweise mit Kartuschen und auch mit Benzin oder Petroleum betreiben. Sie sind damit die flexibelsten Outdoor-Kocher überhaupt, zumal wenn Sie noch einen Kartuschenadapter mitführen.

Welche Vor- und Nachteile haben die verschiedenen Outdoor-Topfmaterialien?

Edelstahl ist absolut lebensmittelecht, stoßfest und leicht zu reinigen, hat aber nur eine durchschnittliche Wärmeleitfähigkeit, ein relativ hohes Gewicht und das Essen brennt leichter an. Titan ist extrem leicht und robust, weist allerdings die schlechteste Wärmeleitfähigkeit im Vergleich auf. Aluminium besitzt eine hervorragende Wärmeleitfähigkeit und ein geringes Gewicht, je nach Härtung und Legierung ist es nicht 100 % lebensmittelecht und geschmacksneutral. Eine Ausnahme ist allerdings das hochwertige hart anodisierte Aluminium UL HA. Anti-Haft beschichtete Materialien (meist Aluminium-Legierungen) sind lebensmittelecht, geschmacksneutral, anbrennsicher und leicht zu reinigen. Aber: auch wenn Sie nur mit Kunststoff- oder Holzbesteck darin rühren, werden sich Abnutzungs- und Gebrauchsspuren zeigen.

Lösen Aluminiumtöpfe Alzheimer aus?

Laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) besteht kein Zusammenhang zwischen der Aluminiumaufnahme aus Lebensmittelbedarfsgegenständen und Alzheimer. Die Aluminium-Belastung durch Koch-Utensilien, Backpulver oder Deodorants reicht nicht aus, die Krankheit zu verursachen. (Zitat: http://www.alzheimer-forschung.de/alzheimer-krankheit/faq.htm#Aluminium)